Ich träumte vom Mond, und es war eine Blume.

Wer nahm das Rosa an?
Wer wusste auch, dass es sich sammelte in diesen Dolden?
Wie Dinge unter Gold, die sich entgolden,
entröten sie sich sanft, wie im Gebrauch.
Dass sie für solches Rosa nichts verlangen.
Bleibt es für sie und lächelt aus der Luft?
Sind Engel da, es zärtlich zu empfangen,
wenn es vergeht, großmütig wie ein Duft?
Oder vielleicht auch geben sie es preis,
damit es nie erführe vom Verblühn.
Doch unter diesem Rosa hat ein Grün
gehorcht, das jetzt verwelkt und alles weiß.

Rainer Maria Rilke

2 Antworten zu „Ich träumte vom Mond, und es war eine Blume.“

  1. Schööön und bislang mir unbekannt

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  2. Das Gedicht hat den Titel: Rosa Hortensie. Hab es mir ausgeborgt für meine Stockrose…

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