Bei Tag und Nacht und Regen – Kunst in der Landschaft

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4 Responses to Bei Tag und Nacht und Regen – Kunst in der Landschaft

  1. Sophie sagt:

    Genau das bedauere ich immer mehr. Ich mag Kunst an den Orten und Galerien wegen mir auch einmal im Park vor dem Museum. In den Bergen werden immer mehr Wege und Gipfel zum oder mit sogenannten Kunstevents und „verschandelt“ komische unförmige Tore aus Metall aufgestellt …ähnliches…und mitten hinein in die schöne freie Natur. Störend – wir brauchen das dort nicht! Dort nicht! Kunst hat für mich gute Plätze, es sollten nicht die wunderschönen Berge und Täler sein. Das Auge soll ruhen und der Geist frei werden von unnötigen Dingen. liebe Grüße Manuela

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    • Liebe Manuela.
      Ich muss dir vollkommen recht geben wenn du das ansprichst, was in der schönen natürlichen Landschaft mit wirtschaftlichem Hintergrund so alles „verschönert“ wird. Ich wohne ich einer alpinen Region die sich immer mehr dem Tourismus anbiedert. Eben mit solchen Sachen wie du sie beschreibst und noch dazu mit der von mir bezeichneten „Vertechnisierung der Berge“. Es ist schrecklich!
      Da gibt es aber eine zweite Sicht der Dinge. Die Sicht der Leute, so wie ich einer bin und das erkennt und zugleich die Kulturangebote einer Stadt schon sehr vermisst. Ob es eine Oper, ein Konzert, ob es Museen, aktuelle Kulturausstellungen, oder Galerien sind. Das gibt es bei uns nicht, oder nur ganz selten wie die oben initiierte Kunstaktion im Gebirge. Das ist Kunst für die Kunst und nicht für den Tourismus. Solche Kunstinstallationen sind auch mit Ablaufdatum und werden wieder abgebaut. Meine Lieblingskünstler in diesem Sinne sind Christo und Janne-Claude. Sie haben mich von den ersten Aktionen der Wall of Oilbarrels, über Running Fence bis zu The Gates im Central Park begeistert. Ist einmal da und dann weg. Es war ein Kunsterlebnis und keine verrückten Kulturverschandelungen auf Almen und Bergspitzen. Hängebrücken, begehbare Gipfelkreuze und Aussichtsterrassen mit Glasboden. Wenn bei uns Tourismusmanager begeistert sind, wenn Bergbahnbetreiber hunderte Millionen für Seilbahnen samt Straßen und Speicherseen und noch größere Erlebnishotels die Landschaft zerstören, ist ein Gegenlenken ohne ein Umdenken der Bertoffenen unmöglich. Grüße aus dem Gebirge zu dir.

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      • Sophie sagt:

        Das gefällt mir – da und dann wieder weg. So könnte es öfter gehen. Das ist eine Möglichkeit und ich gebe dir recht. Ich liebe Kunst und das Schöne, ich habe es da leichter – denn ich kann gleich nach München wenn es mich anruft. Das Maß der Dinge wird leider nicht mehr gewahrt. So ab und an wäre ganz gut, aber was ich in den letzten Wanderungen gesehen habe ist erschreckend. So viele Erlebnisparcous… Können den die Füße unserer Enkel nicht einfach in den Fluss und auf der Wiese Erfahrungen sammeln? Die Vielfalt der Angebote….das Maßlose ja auch der Hoteliers stört. Wenn der Event -Tourismus nicht so überhand nehmen würde, doch genau der ist sio zunehmend. Ich war wandern und sah einen Philosophen -Pfad. Komische Holztafeln aller zehn Meter mit philsosophischen Sprüchen, die anregen sollen… ich war wirklich zweigespalten. Regt es an oder auf? Nun gut ich habe meine Gedanken, Zitate im Kopf oder im Gepäck, eben weil das philosophiern beim Gehen so toll ist. Ich habe gerne Wege an denen die Natur einfach noch pur sein darf. Doch diese sind immer schwerer zu finden. Nun gut ich bin schon älter und kann auch unberührtes noch finden. Vielelicht wird bald umgedacht, villeicht istes auch nur eien andere Zeit und wir schreiten noch in ihr fort. liebe Grüße Manuela

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  2. Ich habe einmal einen Leserbrief in einer unserer Regionalzeitungen geschrieben: „Wie man in den Wald hineinruft-so kommt es heraus. Also wenn ich den „Ballermann-Tourismus“ bewerbe, so kommen die entsprechenden Touristen.“
    Wenn ich die Natur als solches bewerbe, und in Zukunft werden es die Städter suchen, so brauche ich in der Natur keine „sonstigen“ Hinweise und Erklärungen anderer Art. Ich vergleiche das mit den Leuten, die ich oft in größeren Museen begegne. Sie haben ein digitales Hörgerät geliehen und gehen von Bild zu Bild, wo die Stimme viele „wichtige“ Dinge über das Kunstwerk erzählt. Sie gehen nicht staunend durch die Ausstellungsräume und bleiben vor den Werken stehen von denen sie sich selbst angesprochen fühlen. Sie konsumieren Wissen und übersehen das eigene Empfinden zu spüren. Der Waldboden, der Ameisenhaufen, die Baumrinde und die vielen Geräusche und Laute in der Natur werden mit „Aufgaben“ ausgelöscht. Musikberieselung auf Schipisten – „Sie haben im Lift- und Pistenbereich WLAN Empfang!“

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