13. Maggio

Die hellen
Steine gehen durch die Luft, die hell-
weißen, die Licht-
bringer.
Sie wollen nicht niedergehen, nicht stürzen,
nicht treffen. Sie gehen
auf,
wie die geringen
Heckenrosen, so tun sie sich auf,
sie schweben
dir zu, du meine Leise,
du meine Wahre-:
ich seh dich, du pflückst sie mit meinen
Jedermannshänden, du tust sie
ins Abermals-Helle, dass niemand
zu weinen braucht noch zu nennen.
Paul Celan

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3 Responses to 13. Maggio

  1. So anrührend – letztens hörte ich in ein Feature über Nelly Sachs und Paul Celan ward auch genannt. Komisch, früher konnte ich mit seinen Worten wenig „anfangen“, nun pochen sie sanft an etwas und erinnern mich …

    Gefällt 1 Person

    • Interessant, wenn du das schreibst. Ich kenne viel, aber nichts von Celan. Dann habe ich einmal gesucht und es hat mich nichts richtig angesprochen. Ich suche für meine Fotos hie und da passende Lyrik aus. Da bin ich doch auf dieses Gedicht gestoßen. Schön, wenn es dir auch gefällt. Ich werde mich weiterhin bemühen passende Lyrik zu finden und zu posten. Ciao

      Gefällt 1 Person

  2. das „in“, das ist zuviel

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