Category Archives: PROSA und LYRIK

Sieh die Wolken ziehn…

Lege den Finger auf den Mund. Rufe nicht. Bleibe stehen am Wegrand. Vielleicht solltest du dich hinlegen in den Staub. Dann siehst du in den Himmel und bist eins mit der Straße, und wer sich umdreht nach dir kann gehen … Weiterlesen

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Ich richte mir ein Zimmer ein…

Ich richte mir ein Zimmer ein in der Luft unter den Akrobaten und Vögeln: mein Bett auf dem Trapez des Gefühls wie ein Nest im Wind auf der äußersten Spitze des Zweigs. Ich kaufe mir eine Decke aus der zartesten … Weiterlesen

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Es war ein solcher Vormittag

Es war ein solcher Vormittag, wo man die Fische singen hörte, kein Lüftchen lief, kein Stimmchen störte, kein Wellchen wölbte sich zum Schlag. Nur sie, die Fische, brachen leis der weit und breiten Stille Siegel und sangen millionenweis‘ dicht unter … Weiterlesen

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Weißt du, warum ich bei dir bin so gerne

Weißt du, warum ich bei dir bin so gerne, Landfremder Findling, liebe Kostbarkeit? Die andern Leute sind ein Haufen Sterne, Du wie der Mond bist einzig weit und breit. Was andre sprechen, ist wie Sand der Düne, Was du sprichst, … Weiterlesen

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Erfinden Sie meine Vergangenheit

Où est-ce que je suis? Qui êtes-vous? Qu’est-ce que je fais ici? Emmenez-moi partout, Partout mais pas ici, Faites-moi oublier Tout ce que j’ai été Inventez mon passé, Donnez sens à la nuit. Inventez le soleil Et l’aurore apaisée Non … Weiterlesen

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Der Mai – es war, ist und wird

Es ist, da wir es sehen, hören, riechen. Es ist, da wir es selber sind. Es trägt in etwas, das aus allem, was es war und was wir waren, wird. Alois Hergouth

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren

O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren, dass jedes Wort mir Wonne sei und Lust, ein Engel Deine Feder führen, ein Zauber drinnen leben unbewusst! Damit, wenn ich das Siegel löse, das Glück sich ungetrübt daraus ergießt, und keine … Weiterlesen

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Ich habe mir diesen japanische Hauch eingefangen

O Wind, der um den Fuji weht, könnt ich doch einen Hauch von dir in meinem Fächer mit nach Hause nehmen! Bashö    

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Etwas wie Alkohol

Es ist etwas wie Alkohol in diesem Wetter. Schlecht macht es den Menschen, schlecht. Wenn man auch Sehnsucht hat – Die Geliebte ist woanders, Und man selbst woanders. Krank macht es den Menschen, krank.   Es ist etwas wie Alkohol … Weiterlesen

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Die Frösche

Ein großer Teich war zugefroren; Die Fröschlein,  in der Tiefe verloren, Durften nicht ferner quaken noch springen, Versprachen sich aber,  im halben Traum: Fänden sie nur da oben Raum, Wie Nachtigallen wollten sie singen. Der Tauwind kam,  das Eis zerschmolz, … Weiterlesen

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Wann kommt den nun das zarte Grün…

Wann kommt denn nun das zarte Grün, die ersten Knospen an den Bäumen? Man will dem Winter jetzt entfliehn, und nur von warmer Sonne träumen. Doch immer noch ist’s bitter kalt, der Frost zieht ihn die Knochen, ach Frühling komm, … Weiterlesen

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Ingeborg Bachmann

Nichts mehr wird kommen. Frühling wird nicht mehr werden. Tausendjährige Kalender sagen es voraus. Aber auch Sommer und weiterhin, was so gute Namen wie ,sommerlich‘ hat – es wird nichts mehr kommen. Du sollst ja nicht weinen, sagt eine Musik. … Weiterlesen

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Ode an die Dinge – Pablo Neruda

Ich liebe die Dinge über alles, alles. Ich mag die Zangen, die Scheren, ich schwärme für Tassen, Serviettenringe, Suppenschüsseln – vom Hut ganz zu schweigen. Ich liebe alle Dinge, nicht nur die höherstehenden, sondern auch die un- end- lich kleinen, … Weiterlesen

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Der Weg – der Steg

Nur eine schmale Brücke, die das Dunkel mit dem Dunkel verbindet. Und ein Licht, das die Welt auflöst in winzige Punkte, die wir mühsam miteinander verbinden, um ein Bild zu erhalten – als hatten wir ein Recht auf ein Bild … Weiterlesen

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Nächte durchflochten von Träumen

Es sind meine Nächte durchflochten von Träumen, die schwer sind wie müder Sand. Ich träume, es fallen von sterbenden Bäumen die Blätter in meine Hand. Und alle diese Blätter, sie werden zu Händen, die zärteln wie rollender Sand und müd … Weiterlesen

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