Romantische Geschichten für warme Stuben

2012 016

Lautlos graben die Bretter ins rieselnde Mehl, schaufeln es auf, versinken spurlos, abgeschnitten sind unsere Füße, nur auf den Stümpfen stapfen wir aufwärts. Der eine und der andere von euch wischt schon über die Stirn; ja, das macht warm, das Spuren im haltlosen Grund.

Jetzt schließt sich der Wald um uns zusammen. Dick eingepelzt ist er im Schnee, die kleinen Bäume haben Mützen auf bis tief auf die Schultern gezogen und nicken im Schlaf. Die großen Brüder daneben seufzen manchmal aus ihrem Traum, und dann stäubt es uns eiskalt in den Nacken. Da und dort wuselt es heimlich im Gezweig, zwirbelt einen dünnen, scharfen Laut. Meisen sind es.

Textauszug aus dem Buch BUNDSCHUH, von C.J.Haidvogel – 1947

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

%d Bloggern gefällt das: