Die Zeit **32 – Blick aus dem warmen, gemütlichen Zimmer

ro-018

Wenn ungesehn und nun vorüber sind die Bilder

Der Jahreszeit, so kommt des Winters Dauer,

Das Feld ist leer, die Ansicht scheinet milder,

Und Stürme Wehn umher und Regenschauer.

Als wie ein Ruhetag, so ist des Jahres Ende,

Wie einer Frage Ton, dass dieser sich vollende,

Alsdann erscheint des Frühlings neues Werden,

So glänzet die Natur mit ihrer Pracht auf Erden.

Mit Untertänigkeit

Scardanelli – 24. April 1849

Friedrich Hölderlin

 

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..