Category Archives: PROSA und LYRIK

Ingeborg Bachmann

Nichts mehr wird kommen. Frühling wird nicht mehr werden. Tausendjährige Kalender sagen es voraus. Aber auch Sommer und weiterhin, was so gute Namen wie ,sommerlich‘ hat – es wird nichts mehr kommen. Du sollst ja nicht weinen, sagt eine Musik. … Weiterlesen

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Ode an die Dinge – Pablo Neruda

Ich liebe die Dinge über alles, alles. Ich mag die Zangen, die Scheren, ich schwärme für Tassen, Serviettenringe, Suppenschüsseln – vom Hut ganz zu schweigen. Ich liebe alle Dinge, nicht nur die höherstehenden, sondern auch die un- end- lich kleinen, … Weiterlesen

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Der Weg – der Steg

Nur eine schmale Brücke, die das Dunkel mit dem Dunkel verbindet. Und ein Licht, das die Welt auflöst in winzige Punkte, die wir mühsam miteinander verbinden, um ein Bild zu erhalten – als hatten wir ein Recht auf ein Bild … Weiterlesen

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Nächte durchflochten von Träumen

Es sind meine Nächte durchflochten von Träumen, die schwer sind wie müder Sand. Ich träume, es fallen von sterbenden Bäumen die Blätter in meine Hand. Und alle diese Blätter, sie werden zu Händen, die zärteln wie rollender Sand und müd … Weiterlesen

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Es treibt der Wind im Winterwalde

Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird, und lauscht  hinaus; den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin, bereit und wehrt dem Wind und wächst … Weiterlesen

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Den Brief den du geschrieben

Der Brief, den du geschrieben, Er macht mich gar nicht bang; Du willst mich nicht mehr lieben, Aber dein Brief ist lang. Zwölf Seiten, eng und zierlich! Ein kleines Manuskript! Man schreibt nicht so ausführlich, Wenn man den Abschied gibt. … Weiterlesen

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„Herbstnachmittag“ …und ich bin wieder auf Reisen…

Die letzte Sonne des Jahres. Der letzte Schmetterling. Violett blüht die letzte Distel, Da wo ich gehe und ging. Im Vorjahr und all die Jahre Vor diesem letzten Jahr. Wieder die Abschiedsvorstellung. Was ist, was wird und war, Verschwimmt in … Weiterlesen

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Der Apfelbaum

Der Herbstwind hat vom Apfelbaum das letzte Laub verweht, so dass der ohne Blätterkleid nun quasi nackt da steht. Nur seine Rinde schützt ihn noch, rau, braun und windgegerbt, doch hat auch dieses Jahr ihm einen letzten Schmuck verehrt. Wie … Weiterlesen

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Gedanken in Grün

„Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen ?“ Kurt Marti

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Hätt ich des Himmels reichbestickte Tücher

Hätt ich des Himmels reichbestickte Tücher, bestickt aus Golden- und aus Silberlicht, die dunklen, die blauen und die hellen Tücher, aus Nacht, aus Tag und aus der Dämmerung, legt ich die Tücher dir zu Füßen. Doch ich bin arm und … Weiterlesen

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Noch eine Geschichte.

Ich wandere im Tiroler Unterland eine Forststraße bergab. Ich bin ohne Gepäck und gehe schnell. Ich schließe zu zwei Musikanten auf, die ebenfalls diese Straße bergab gehen. Es ist heiß, sie schwitzen sicher nicht nur vom Gehen, sondern auch was … Weiterlesen

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il Blue

Dorthin – will ich; und ich traue Mir fortan und meinem Griff. Offen liegt das Meer, in’s Blaue Treibt mein Genueser Schiff. Alles glänzt mir neu und neuer, Mittag schläft auf Raum und Zeit – : Nur dein Auge – … Weiterlesen

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Der Frühling hat im Gebirge einen schweren Kampf zu führen

Aller Wind ist heimgegangen, alles Wasser ruht geglättet. Berg an Berg liegt sanft gekettet, und der Himmel ist verhangen. Nur ein Hauch vom Silbergrauen weckt auf Lachen und auf Spritzern hier und da ein stumpfes Glitzern, und die blassen Wolken … Weiterlesen

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…mit den letzten Strahlen

Komm, liebe Nacht Der liebe gold‘ne Tag, Er will nun schlafen geh‘n, Der heiße Herzensschlag Der Erde bleibt nun steh‘n. Die Lüfte werden kühl, Die Schatten werden groß, Der Vögel süßes Spiel Ruht sanft im Blätterschoß. Du liebe stille Nacht, … Weiterlesen

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Vor Kälte ist die Luft erstarrt

Vor Kälte ist die Luft erstarrt, Es kracht der Schnee von meinen Tritten, Es dampft meine Hauch, es klirrt meine Bart; Nur fort, nur immer fortgeschritten! Wie feierlich die Gegend schweigt! Der Mond bescheint die alten Fichten, Die, sehnsuchtsvoll zum … Weiterlesen

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