„Der kleine Prinz“ – Und so habe ich denn diesen Planeten nach Angaben des kleinen Prinzen (gezeichnet).

hoch-009hoch-010-kopieIn der Tat gab es auf den Planeten des kleinen Prinzen wie auf allen Planeten gute Gewächse und schlechte Gewächse. Infolgedessen auch gute Samenkörner von guten Gewächsen und schlechte Samenkörner von schlechten Gewächsen. Aber die Samen sind unsichtbar. Sie schlafen geheimnisvoll in der Erde, bis es einem von ihnen einfällt, aufzuwachen. Dann streckt er sich und treibt zuerst schüchtern einen entzückenden kleinen Spross zur Sonne, einen ganz harmlosen. Wenn es sich um einen Radieschen- oder Rosentrieb handelt, kann man ihn wachsen lassen, wie er will. Aber wenn es sich um eine schädliche Pflanze handelt, muss man die Pflanze beizeiten herausreißen, sobald man erkannt hat, was für eine es ist. Auf den Planeten des kleinen Prinzen gab es fürchterliche Samen … und das waren die Samen der Affenbrotbäume. Der Boden des Planeten war voll davon. Aber einen Affenbrotbaum kann man, wenn man ihn zu spät angeht, nie mehr loswerden. Er bemächtigt sich des ganzen Planeten. Er durchdringt ihn mit seinen Wurzeln. Und wenn der Planet zu klein ist und die Affenbrotbäume zu zahlreich werden, sprengen sie ihn.

hoch-015Am Morgen seiner Abreise brachte er seinen Planeten in Ordnung. Sorgfältig fegte er seine tätigen Vulkane. Er besaß zwei tätige Vulkane, das war sehr praktisch zum Frühstückkochen. Er besaß auch einen erloschenen Vulkan. Da er sich aber sagt: man kann ja nie wissen! fegte er auch den erloschenen Vulkan. Wenn sie gut gefegt werden, brennen die Vulkane sanft und regelmäßig, ohne Ausbrüche. Die Ausbrüche der Vulkane sind nichts weiter als Kaminbrände. Es ist klar: wir auf unserer Erde sind viel zu klein, um unsere Vulkane zu kehren. Deshalb machen sie uns so viel Verdruss.

Der kleine Prinz riss auch ein bisschen schwermütig die letzten Triebe des Affenbrotbaums aus. Er glaubte nicht, dass er jemals zurückkehren müsse. Aber alle diese vertrauten Arbeiten erschienen ihm an diesem Morgen ungemein süß. Und, als er die Blume zum letztenmal begoss und sich anschickte, sie unter den Schutz der Glasglocke zu stellen, entdeckte er in sich das Bedürfnis zu weinen. „Adieu“ sagte er zur Blume. Aber sie antwortete ihm nicht.

Antoine de Saint-Exupéryhoch-018

Veröffentlicht unter NATUR, PROSA und LYRIK | 4 Kommentare

Kalt und Warm – nicht mehr Herbst und noch nicht Winter

hoch-004hoch-005

Veröffentlicht unter NATUR | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Föhnabend mit +16°

hoch-026

Veröffentlicht unter FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, NATUR | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Wie gewonnen, so zerronnen – Der Föhn zaubert die Winterlandschaft wieder in den Herbst zurück

hoch-001hoch-003

Veröffentlicht unter DIE ZEIT, FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, NATUR | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weit, dort ist der Gipfel wo wir doch im Sommer gewesen sind

fil-052fil-053

Veröffentlicht unter FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, NATUR, WINTER | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Licht Licht Licht

fil-043

Veröffentlicht unter FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, NATUR, WINTER | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Winterruhe auf der Pichlalm

fil-051

Veröffentlicht unter FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, NATUR, STADT und LAND, WINTER | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 1 Kommentar

Im Universum der Kristalle

fil-037fil-046fil-049

Veröffentlicht unter FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, NATUR, WINTER | Verschlagwortet mit , , , , , , | 8 Kommentare

Schneelicht

fil-041fil-029fil-032
So blau liegt es über dem schneeweißen Schnee
Und so schwarz die grünen Tannen
Dass das ganz leis hinhuschendes Reh
So grau ist wie nie beendbares Weh,
das man doch so gern möchte bannen.
Schritte knirschen in Schneemusik
Und Winde stäuben die Flocken zurück
Auf die weiß überschleierten Bäume.
Und Bänke stehen wie Träume.
Lichter fallen und spielen mit Schatten
Unendliche Ringelreihen.
Die fernen Laternen blinken mit mattem
Schein, den von Schneelicht leihen.

Selma Meerbaum-Eisinger

Veröffentlicht unter FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, NATUR, PROSA und LYRIK, WINTER | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 3 Kommentare

…ich würde am Liebsten das Licht trinken

fil-021fil-018-kopie

Veröffentlicht unter FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, NATUR, WINTER | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Winterlabyrinth

fil-017fil-016-kopie

Veröffentlicht unter BERGTOUREN, FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, WINTER | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 1 Kommentar

Erste Tiefschneewanderung im Jahr

fil-010fil-011fil-021

Veröffentlicht unter BERGTOUREN, FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, NATUR, WINTER | Verschlagwortet mit , , , , , , | 2 Kommentare

Beginn einer „Bilderserie“ nach dem Schneefall im November

fil-009fil-007

Veröffentlicht unter FOTOS-GESTERN-HEUTE-MORGEN, STADT und LAND, WINTER | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Es wird noch ein Weilchen weiterschneien (da kauft man sich rote Rosen und genießt den Duft)


ro-014

Es wird noch ein Weilchen weiterschneien,

wenn du fortgehst –

rote Flocken auf meinem Balkon.

Geranienschnee, der dauert,

solange der Herbstwind den Atem anhält.

Aber der Mond im Kastanienbaum

schwindet schon und wird schmelzen

in dunkle Nächte.

Ich suche den Stern der bleibt.

Leise an meinen Wangen redet

Morgenregen. Die Trauergesichter

der letzten Violen schauen mich an

mit goldumrandeten Augen.

Christine Busta

ro-003

Veröffentlicht unter NATUR, PROSA und LYRIK | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 1 Kommentar

Die Zeit **32 – Blick aus dem warmen, gemütlichen Zimmer

ro-018

Wenn ungesehn und nun vorüber sind die Bilder

Der Jahreszeit, so kommt des Winters Dauer,

Das Feld ist leer, die Ansicht scheinet milder,

Und Stürme Wehn umher und Regenschauer.

Als wie ein Ruhetag, so ist des Jahres Ende,

Wie einer Frage Ton, dass dieser sich vollende,

Alsdann erscheint des Frühlings neues Werden,

So glänzet die Natur mit ihrer Pracht auf Erden.

Mit Untertänigkeit

Scardanelli – 24. April 1849

Friedrich Hölderlin

 

Veröffentlicht unter DIE ZEIT, NATUR, PROSA und LYRIK, STADT und LAND, WINTER | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar