Kategorie: PROSA und LYRIK
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Unterwegs sein…bis Ende Dezember

Unterwegs sein… das heißt noch nicht einen Weg zu wissen Zu glauben es gäbe nur einen Weg – das heißt noch nicht dass man vorankommt Aber solange man geht geht man und geht… Und darüber zu reden (z.B. über das Gehen) das hat vielleicht einen Sinn Alois Hergouth
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Jamila Medina Ríos – Todesarten

Beauchamp, du lieber Freund, geh zum Kurort am freien Land schneid mir da Eisenkraut, das lockt sensationellen Wahnsinn an. In einem Brückenpferch jäte, senge im magischen Spiegel aus Silberwasser mit Wut, die lässt uns die gestreifte Maske finden aus Indigo und Sonne, die ich haben will, wie du weißt. Eine Maid unmöglicher Metalle. Komm nur,…
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Überraschung am Morgen – surprise
Dass du im warmen Morgenlichtmein erstes Denken seist,mein erstes Bangen auch, dass nichtnachts Fremdes dich umkreist. Let my first Knowing be of theeWith morning’s warming Light —And my first Fearing, lest UnknownsEngulf thee in the night — Emily Dickinson
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Keinerlei Ähnlichleit mit keinem!

Jetzt geht es, wir sind es, wir sind der Schlüssel, wir haben uns lange gesucht, nun sind wir gefunden. Endlich! Jeder könnte sein wie wir! Er ist Ich! Nein danke! Wirklich nicht! Doch nicht jeder! Schauen Sie sich den Kopf noch einmal in Ruhe an! Keinerlei Ähnlichkeit mit keinem! Elfriede Jelinek
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So wie jetzt vor tausend Jahren schon

Oft weiß ich ganz genau: Ich … war … einmal;Ich habe schon einmal all dies gesehn;Der Baum vor meinem Fenster rauschte mirGanz so wie jetzt vor tausend Jahren schon;All dieser Schmerz, all diese Lust ist nurEin Nochmals, Immerwieder, SpiegelungDurch Raum und Zeit. – Wie sonderbar das ist:Ein Fliessen, Sinken, Untertauchen undEin neu Empor im gleichen…
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„Der einzige Ort“

So wie die Wirklichkeit immer eine Spur anders ist, als die gesicherte Vorstellung, die man sich davon gemacht hat. – Thomas Stangl
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Ich will mit dir ans Meer fahren
Ich will mit dir ans Meer fahren und deine Stimme hören, die als Echo am Ufer zurückbleiben wird für lange. Du wirst Muscheln sammeln und dein Haar ordnen, in dem der Wind endet. Ich will deinen Übermut tanzen sehen auf den Wellen und dabei sein, wenn du den Abend mit deinen Augen entzündest.
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Valle Pignone – amo questa valle
Im schönsten WiesengrundeIst meiner Heimat Haus;Ich zog zur MorgenstundeIns Tal hinaus.Dich, mein stilles Tal,Grüß ich tausendmal!Ich zog zur MorgenstundeIns Tal hinaus.
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Ich weiss nicht ob ich lebe, oder süss gestorben bin
O,Du mein EngelWir schweben nur nochIn holden Wolken.Ich weiß nicht, ob ich lebeOder süß gestorben binIn deinem Herzen.Immer feiern wir HimmelfahrtUnd viel, viel SchimmerGoldene HeiligenbilderSind deine Augen.Sage – wie ich bin?Überall wollen Blumen aus mir. Else Lasker Schüler
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Fürchte keine Nacht auf Erden, immer muss es morgen werden.
Blauer Himmel, milde Luft,Vogelsang und Blütenduft.Überall Sang und Schall,Freud´ und Leben überall:Und in diesen schönen Tagen,Herz, und du nur wolltest klagen? Wie die Ros´ in ihrer PrachtFroh der Sonn´ entgegenlacht,Lächle du voller RuhGottes lieber Sonne zu!Fürchte keine Nacht auf Erden!Immer muss es Morgen werden. Hoffmann von Fallersleben
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Sintflut – flood myth – diluvio universale – Wie beschreibt das der Dichter H.C.Artmann im Wiener Dialekt ?
noch ana sindfludsan olawäude fenztabreln fafäud –ka fogl singd mea en de bamund de kefa schwiman en d loknmed n bauch in da hee.. waun s d an bam beilsdfoen da dropfm aum huadund en de kino drinriacht s noch hei- und woefischde wos en ole rein xessn san.. noch ana sindfludsan olawäude fenztabreln fafäud…


