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Du lebst, oder bist tot
Der Himmel ist blau oder grau, Die Rose weiß, gelb oder rot, Das Zweibein ist entweder Mann oder Frau, Die Sonne geht auf oder unter, Du lebst oder bist tot – All dieser Lenzherbst Ist mir zu traurig und munter. Albert Ehrenstein (April)
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Auch wenn sich der Weg teilt, das Ziel bleibt das gleiche
Steh auf Prophet, und sieh und höre, Verkünde mich von Ort zu Ort, Und wandern über Land und Meere, Die Herzen brenn‘ mit meinem Wort. Alexander Puschkin (Übersetzt von G.W. Groeger)
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So ist es gewesen
Es ist wie ein Korken, der im Meer auf dem Wasser schwimmt, die Wellen schaukeln ihn zwar angenehm hin und her, doch wird er niemals wissen können, was am Grunde des Meeres ist. Natalia Gizburg
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Oh Herz
O Herz, da die Welt nichts als Schatten und Schein Warum quälst Du Dich ab in unendlicher Pein? Mit ruhigem Sinn geh‘ dem Schicksal entgegen Und glaub nicht, es ändere sich Deinetwegen! Khayyam
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Blick in die Welt und lerne Leben
Blick in die Welt und lerne leben, bedrängt Gemüt; braucht nur ein Tauwind sich zu heben und alles blüht. Die Hasel stäubt, am Weidenreise Glänzt seidner Glast, Schneeglöckchen lenzt im halben Eise Und Seidelbast. Braucht nur ein Tauwind sich zu heben. – Verzagt Gemüt, blick in die Welt und lerne leben: Der Winter…
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Von innen nach außen und von außen nach innen
sie haben die sprünge in den mauern meines hauses mit mörtel beseitigt bei häusern kann man das Erich Sedlak
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Die Zeit **32 – Zeit des Nichtstun
Ich weiß schon: Nichtstun senkt Bruttoinlandsprodukt, holt niemand von der Straße und ist nicht wettbewerbsfähig. Das bedeutet aber nicht, dass Nichtstun sich um andere Menschen nicht schert. Im Gegenteil. Gelingendes Nichtstun geht nur davon aus, dass man mehr Schlechtes als Gutes bewirkt, solange man einem System angehört, das auf Wachstum, Verschwendung und Ausbeutung basiert. Auf…